Im Wanderschritt die Natur erleben – Meine Reise in den Harz

Der Harz im Herbst – schon der Gedanke daran ließ mich lächeln. Ich hatte das Bild vor Augen: die Wälder in flammenden Farben, die frische, klare Luft und das Gefühl, bei jeder Wanderung die Welt für einen Moment hinter mir zu lassen. Also schnürte ich meine Wanderschuhe, packte meinen Rucksack und machte mich auf den Weg. Ziel: der Kurort Bad Harzburg am Nordrand des Harzes. Es sollte eine Reise voller Natur, Entspannung und kleiner Abenteuer werden – und das Versprechen an mich selbst, mir öfter solche Auszeiten zu gönnen.

Ein guter Ausgangspunkt für Erlebnisse im Harz

Bad Harzburg war für mich der perfekte Startpunkt. Dieser idyllische Kurort verbindet den Komfort einer kleinen Stadt mit der unmittelbaren Nähe zur wilden Natur des Harzes. Hier beginnen viele gut ausgeschilderte Wanderwege, die sich für Familien, sportliche Wanderer oder Genussliebhaber gleichermaßen eignen. Die morgendlichen Nebelschwaden im Tal und die ersten Sonnenstrahlen, die die Gipfel in warmes Licht tauchen, machten mir den Start leicht.

Meine erste Tour führte mich auf die Kästeklippentour, einen Rundweg von rund elf Kilometern Länge, der vom Deutschen Wanderinstitut als Premiumweg ausgezeichnet wurde. Schon der Anstieg durchs Gläsekental war ein Erlebnis. Das Rauschen des Baches, die weichen Blätter unter den Füßen und die klare Herbstluft ließen mich sofort in den Wanderfluss eintauchen.

Bizarre Klippen und Fantasiewelten

Der Höhepunkt der Kästeklippentour sind die bizarren Felsformationen der Kästeklippen. Die Natur hat hier beeindruckende Kunstwerke geschaffen, und mit ein wenig Fantasie konnte ich Gesichter und Figuren in den Felsen erkennen – darunter der „Alte vom Berge“, der über die Landschaft zu wachen scheint. Ich war nicht die Einzige, die sich von diesen Steinen verzaubern ließ; auch Familien mit Kindern schienen endlosen Spaß daran zu haben, neue Figuren in den Klippen zu entdecken.

Die Waldgaststätte Kästehaus gleich nebenan lud zu einer wohlverdienten Pause ein. Mit einem heißen Tee in der Hand ließ ich meinen Blick über die farbenfrohe Landschaft schweifen. Es war ein Moment des Ankommens – in der Natur, aber auch bei mir selbst.

Waldschaukeln und tierische Begegnungen

Ein weiteres Highlight war die Luchstour, ebenfalls ein zertifizierter Premiumweg. Hier erwartete mich eine besondere Überraschung: Von einer Beobachtungsplattform konnte ich in das Freigehege der Luchse schauen, die von hier aus wieder im Harz ausgewildert werden. Die mächtigen, aber scheuen Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen, war ein unvergessliches Erlebnis. Zweimal in der Woche finden öffentliche Fütterungen statt, bei denen Nationalpark-Ranger spannende Geschichten über die Luchse erzählen.

Auf den neuen Themenwegen rund um Bad Harzburg laden auch Waldschaukeln und Holzliegen dazu ein, die Natur aus einer neuen Perspektive zu erleben. Ich legte mich zurück, blickte durch die Baumkronen in den blauen Himmel und dachte: Genau das ist es, was ich gesucht habe.

Für jeden Wanderer die passende Route

Im Harz findet jeder seine perfekte Route. Neben anspruchsvollen Strecken wie dem Teufelsstieg, der auf den Brocken führt, gibt es auch entspannte Wege für Genusswanderer. Der Rundweg um den Eckerstausee ist so eine Strecke. Zehn Kilometer ohne nennenswerte Steigungen, begleitet von idyllischen Ausblicken auf den See, sind ideal für alle, die es gemütlicher angehen lassen möchten. Für mich war es ein Tag der Ruhe – ich ließ mich auf einer der zahlreichen Bänke nieder, genoss die Stille und beobachtete die Spiegelungen der Bäume im Wasser.

Für die Abenteuerlustigen unter uns ist der Teufelsstieg hingegen genau das Richtige. Mit seinen 13 Kilometern ist er nicht besonders lang, dafür aber umso steiler. Der Aufstieg zum Brocken, dem höchsten Gipfel Norddeutschlands, war eine Herausforderung, die mich körperlich forderte und gleichzeitig mit einer spektakulären Aussicht belohnte. Oben angekommen, hatte ich das Gefühl, die Welt läge mir zu Füßen.

Zeit für Freiheit und Unabhängigkeit

Auf meinen Wanderungen im Harz wurde mir eines besonders klar: Solche Auszeiten sind wichtig, um den Kopf freizubekommen und neue Energie zu tanken. Doch solche Reisen kosten Zeit und Geld. Es war eine bewusste Entscheidung, mir diese Freiheit zu nehmen – und ich bin dankbar, dass ich mir diesen Traum durch eine selbstbestimmte Lebensweise ermöglichen konnte. Freiheit und Unabhängigkeit, sei es finanziell oder zeitlich, sind für mich der Schlüssel, um solche Erlebnisse immer wieder genießen zu können.

Der Harz als Ort der Erholung und Inspiration

Der Harz hat mich tief beeindruckt. Die Vielfalt der Wanderwege, die Schönheit der Natur und die kleinen Abenteuer, die an jeder Ecke warten, machen ihn zu einem perfekten Reiseziel. Ob du auf der Suche nach Entspannung, Bewegung oder Inspiration bist – hier findest du alles. Ich habe auf meinen Touren nicht nur die Landschaft erkundet, sondern auch zu mir selbst gefunden.

Wenn du also nach einem Ort suchst, an dem du dem Alltag entfliehen und deine Akkus wieder aufladen kannst, dann schnür deine Wanderschuhe und mach dich auf den Weg in den Harz. Es lohnt sich – für Körper, Geist und Seele. (RaboomReise)

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Naturschönheiten auf Schritt und Tritt beim Fastenwandern

 

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