Magensäureblocker und Mineralstoffmangel: Was du wissen solltest

Kennst du das Gefühl, wenn saures Aufstoßen dir den Tag vermiest? Rund ein Drittel der Deutschen hat hin und wieder mit Sodbrennen zu kämpfen. Stress, ungesunde Ernährung oder Hektik gehören zu den häufigsten Auslösern, doch auch Übergewicht kann die Beschwerden begünstigen. Viele greifen dann zu Magensäureblockern, sogenannten Protonenpumpenhemmern (PPI). Doch während diese Medikamente schnell Linderung verschaffen, birgt ihre langfristige Einnahme Risiken. Lass uns gemeinsam einen Blick darauf werfen, was das für deinen Körper bedeuten kann.

Warum Magensäureblocker Mineralstoffmangel fördern können

Protonenpumpenhemmer reduzieren die Magensäureproduktion, um das Aufsteigen von Säure in die Speiseröhre zu verhindern. Doch Magensäure spielt eine wichtige Rolle bei der Aufnahme bestimmter Mineralstoffe, wie Magnesium. Wenn diese Blocker über Monate oder Jahre eingenommen werden, kann die Aufnahme des wichtigen Minerals beeinträchtigt werden. Erste Anzeichen eines Mangels können Muskel- und Wadenkrämpfe, Kribbeln oder Taubheitsgefühle in den Gliedmaßen sein. Aber auch innere Unruhe, Konzentrationsprobleme oder Schlafstörungen können auftreten.

Ich erinnere mich an eine Freundin, die lange unter Sodbrennen litt und regelmäßig PPI einnahm. Sie erzählte mir von anhaltender Müdigkeit und Krämpfen, bis sie erfuhr, dass ihr Magnesiumspiegel durch die Medikamente beeinträchtigt war. Mit gezielter Unterstützung gelang es ihr, den Mangel auszugleichen und ihre Beschwerden zu lindern.

Magnesium: Warum es für deinen Körper so wichtig ist

Magnesium ist ein wahres Multitalent. Es unterstützt nicht nur die Muskelfunktion, sondern spielt auch eine entscheidende Rolle für das Nervensystem und den Energiestoffwechsel. Wenn Magnesium fehlt, geraten diese Prozesse aus dem Gleichgewicht. Für Menschen, die Magensäureblocker einnehmen, ist es besonders wichtig, auf eine ausreichende Versorgung mit diesem Mineral zu achten.

Was hilft?

  • Gezielte Ergänzung: Produkte mit Magnesium in organischer Form, wie Magnesiumcitrat, sind besonders körperfreundlich, da sie keine Magensäure zur Freisetzung benötigen und leicht aufgenommen werden können.
  • Natürliche Quellen: Nüsse, Samen, Vollkornprodukte und grüne Gemüsesorten liefern wertvolles Magnesium und können zur täglichen Aufnahme beitragen.

Tipps zur Vermeidung von Sodbrennen

Auch ohne Medikamente kannst du viel dafür tun, Sodbrennen vorzubeugen. Hier sind einige einfache Strategien:

  • Iss abends nicht zu spät und halte die Mahlzeiten leicht.
  • Verzichte auf Alkohol und Rauchen.
  • Lege dich nach dem Essen nicht sofort hin, sondern warte mindestens eine Stunde.
  • Schlafe mit leicht erhöhtem Oberkörper.
  • Trage keine enge Kleidung, die auf den Magen drückt.

Lebensmittel, die du meiden solltest:

  • Fettige Speisen wie Schnitzel oder Pommes.
  • Blähstoffe wie Hülsenfrüchte, Zwiebeln oder Kohlarten.
  • Säurelieferanten wie Cola, Limonaden, Rotwein oder Sekt.
  • Stark gewürzte, zu heiße oder zu kalte Speisen.

Mein Buchtipp:

Ein Buch, das mir geholfen hat, meinen Körper besser zu verstehen, ist „Darm mit Charme“ von Giulia Enders. (> amazon ) Es erklärt auf unterhaltsame und wissenschaftlich fundierte Weise, wie unser Verdauungssystem funktioniert und welche Rolle Ernährung und Lebensstil spielen. Dieses Buch ist nicht nur informativ, sondern auch ein echter Lesegenuss.

Dein Körper braucht Balance

Magensäureblocker können bei akutem Sodbrennen eine große Hilfe sein, doch ihre langfristige Einnahme sollte bewusst begleitet werden. Indem du auf eine ausgewogene Ernährung, gezielte Ergänzungen und stressreduzierende Maßnahmen setzt, kannst du deinen Körper unterstützen und Beschwerden vorbeugen. Stell dir vor, wie es wäre, ohne Sodbrennen und voller Energie durch den Tag zu gehen. Der erste Schritt beginnt mit dir. (RaboomVital)

 

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