Es war ein kühler Herbstnachmittag, als ich zum ersten Mal eine Tafel aus naturbelassenen Kakaobohnen in den Händen hielt. Eine Freundin hatte sie mir aus einer kleinen Manufaktur mitgebracht. Der Geruch, der mir beim Öffnen der Verpackung entgegenschlug, war unvergleichlich: kräftig, erdig, fast blumig. „Probier mal“, sagte sie lächelnd. Und das tat ich – ein Erlebnis, das nicht nur meine Liebe zu Schokolade neu entfachte, sondern auch meinen Blick auf Genuss und Qualität nachhaltig veränderte.
Von den Göttern geschenkt: Kakao in seiner reinsten Form
Die Geschichte des Kakaos reicht weit zurück. Bei den Mayas und Azteken galt er als göttliches Geschenk – ein Symbol für Stärke, Energie und Lebensfreude. Damals war Kakao allerdings weit entfernt von den zuckersüßen Schokoladentafeln, die wir heute kennen. Er wurde pur genossen, manchmal mit Gewürzen wie Chili oder Zimt verfeinert. Diese ursprüngliche Form des Kakaos erlebt heute eine Renaissance, vor allem durch kleine Manufakturen, die auf naturbelassene Kakaobohnen setzen.
Was macht diese Bohnen so besonders? Anders als bei industriell hergestellter Schokolade werden die Bohnen nicht geröstet, sondern schonend getrocknet. Dadurch bleiben wertvolle Inhaltsstoffe wie sekundäre Pflanzenstoffe und das belebende Theobromin erhalten. Das Ergebnis ist ein intensiver, kräftiger Geschmack, der nichts mit der überzuckerten Süßigkeit zu tun hat, die oft als Schokolade verkauft wird.
Eine neue Definition von Genuss
Schokolade essen – das war für mich immer mit einem kleinen schlechten Gewissen verbunden. Doch mit diesen Kakaobohnen ist das anders. Die Manufaktur, die sie herstellt, legt nicht nur Wert auf den puren Geschmack, sondern auch auf Nachhaltigkeit. Der Kakao stammt aus fair gehandelten Quellen, und die Verarbeitung erfolgt ohne Zusatzstoffe oder raffinierten Zucker. Sogar das blumig-aromatische Fruchtfleisch der Kakaobohne wird genutzt, was nicht nur die Verschwendung reduziert, sondern auch den Geschmack abrundet.
Ich erinnere mich an den ersten Bissen: Die Schokolade war kräftig, leicht herb und hatte eine Tiefe, die ich so noch nie erlebt hatte. Es war, als würde ich den Regenwald schmecken. Gleichzeitig fühlte ich mich gut, weil ich wusste, dass ich ein Produkt in den Händen hielt, das sowohl die Umwelt als auch die Menschen, die es hergestellt hatten, respektierte.
Schokolade selbst herstellen – Eine kreative Reise
Hast du schon einmal darüber nachgedacht, deine eigene Schokolade herzustellen? Für mich wurde das zu einem kleinen Projekt, das nicht nur Spaß machte, sondern auch ein tolles Geschenk für Freunde und Familie war. Mit einem DIY-Schokoladenset aus Bio-Zutaten ging es los: naturbelassener Kakao, Kakaobutter, ein Hauch von Agavensirup und echte Bourbonvanille. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Ich fügte getrocknete Orangenstücke, gehackte Nüsse und sogar eine Prise Chili hinzu.
Das Schönste daran war, die Schokolade genau so gestalten zu können, wie ich sie mochte – frei von Zusätzen und voller Geschmack. Und es war ein wunderbares Gefühl, etwas Eigenes zu erschaffen, das so viel Freude bereitete.
Warum Bitter das neue Süß ist
Ein weiteres Highlight der naturbelassenen Kakaobohnen ist ihre Fähigkeit, das Verlangen nach Süßem zu zügeln. Vielleicht kennst du das: Eine Tafel Vollmilchschokolade ist schnell verputzt, und danach fühlt man sich eher schwer als glücklich. Bei dunkler Schokolade oder Kakaobohnen ist das anders. Schon ein kleines Stückchen reicht aus, um den süßen Zahn zu befriedigen. Das liegt an den Bitterstoffen, die nicht nur den Geschmack intensivieren, sondern auch eine natürliche Sättigung fördern.
Bitterstoffe haben darüber hinaus eine positive Wirkung auf den Stoffwechsel. Sie regen die Verdauung an, fördern die Leberfunktion und helfen dem Körper, besser mit schwerem Essen umzugehen. Kein Wunder also, dass dunkle Schokolade oft als das „Superfood der Süßigkeiten“ bezeichnet wird.
Nachhaltigkeit, die man schmeckt
Ein weiterer Aspekt, der mich an den naturbelassenen Kakaobohnen begeistert, ist die Nachhaltigkeit. Der Kakao stammt aus kleinbäuerlichem Anbau, die Bauern erhalten faire Preise, und die Verarbeitung erfolgt in kleinen Chargen, um die Qualität zu maximieren. Zudem wird auf Plastikverpackungen verzichtet, was die Umwelt schont. Jede Tafel erzählt so eine Geschichte – von den Menschen, die den Kakao angebaut haben, bis hin zu denen, die ihn mit Liebe und Sorgfalt verarbeitet haben.
Ein Genuss für alle Sinne
Wenn ich die Schokolade heute genieße, nehme ich mir bewusst Zeit. Ich achte auf die feinen Aromen, die sich entfalten, und lasse jedes Stückchen langsam auf der Zunge zergehen. Es ist ein Moment der Ruhe in einem oft hektischen Alltag – und ein kleiner Luxus, der mir immer wieder zeigt, wie wichtig Qualität und Nachhaltigkeit sind.
Dein Einstieg in die Welt des puren Kakaos
Wenn du neugierig geworden bist, empfehle ich dir, es selbst auszuprobieren. Beginne mit einer kleinen Tafel naturbelassener Schokolade oder wage dich gleich an ein DIY-Set. Egal, für was du dich entscheidest, du wirst schnell merken, dass diese Art von Schokolade nicht nur anders schmeckt, sondern auch anders wirkt. Sie ist ein Genussmittel, das man mit gutem Gewissen genießen kann – für dich, für die Umwelt und für die Menschen, die hinter diesem besonderen Produkt stehen. (RaboomErnährung)
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